Hüttenwochenende Wildschönau 2001

Um eine alte Tradition bei der KDStV Schwarzwald wieder aufleben zu lassen, haben sich einige Alte Herren der Verbindung in München entschlossen, die Aktiven zu einem Hüttenwochenende einzuladen.

In früheren Semestern fuhr die Verbindung regelmäßig nach Altglashütten im Schwarzwald, um dort in der Hütte einer befreundeten Corporation aus Freiburg ein zünftiges Wochenende zu verbringen. Leider ist diese Tradition vor einigen Jahren eingeschlafen und wir möchten sie wieder beleben. Diese Seiten dienen dazu, das Ziel genauer zu beschreiben und einen kleinen Rückblick zu geben.

Ziel der Fahrt ist die Wildschönau bei Wörgl in Österreich. Martina kann dort eine Hütte am Markbachjoch reservieren. Die Hütte ist einfach eingerichtet und nur über einen mautpflichtigen Weg oder die Seilbahn (nach kurzem Abstieg) zu erreichen. Die Beschreibung der Hütte, welche sich auf den internen Seiten der HypoVereinsbank befindet, kann jedermann hier einsehen. Einige Hinweise zur Logistik haben wir noch für die Teilnehmer zusammengestellt.

Da nur begrenzt Platz zur Verfügung steht, müssen wir den Kreis der Teilnehmer evtl. einschränken. Dabei haben natürlich Aktive und Keilgäste Vorrang (na gut, Whopper gilt auch als Aktiver…). Damen sind ebenfalls willkommen, auch wenn eine genaue Trennung der beiden Schlafräume wohl nicht durchführbar ist .

Die Zusammenfassung der Geschehnisse des ersten Hüttenwochenendes in der Wildschönau vom 1.-4. November könnt ihr hier finden.

Wildschönau – Einfach naturnah

Eine Berghütte für Selbstversorger

Natur pur und das unvergleichliche Erlebnis einer Hüttengemeinschaft finden Sie auf dieser romantischen HypoVereinsbank-Berghütte in der Wildschönau. Tage voller Aktivität und Erlebnisse, an denen Sie viel Spaß haben werden: gemeinsame Wanderungen oder Skitouren, eine Rodelpartie im Winter, eine Fackelwanderung im Sommer. Und danach ist „Hüttenzauber“ angesagt.

Hüttenleben wie „anno dazumal“

Also, suchen Sie sich eine handverlesene Gesellschaft, packen Sie Ihren Schlafsack oder Ihre Bettwäsche und ein paar Lebensmittel ein – und los geht’s. Es erwartet Sie eine Fülle an Freizeitmöglichkeiten:

  • Skifahren und Langlaufen
  • Bergtouren
  • Alpine Skitouren mit und ohne Führer
  • Seilbahnauffahrt zur Hütte
  • Mountainbiken

Die Berghütte, die Sie mit einer Seilbahn oder, je nach Jahreszeit, auch per Auto auf einer mautpflichtigen Straße erreichen, ist genau der richtige Ort für ein Gemeinschaftserlebnis.

Nach einem gelungenen Tag mit der Familie, Freunden oder Kollegen beginnt ein Abend voller Gemütlichkeit. Was gibt es Schöneres, als vor einem prasselnden Kaminfeuer zu sitzen, ein Glas Glühwein zu trinken, Karten zu spielen, miteinander zu reden und den Tag bei einem gemeinsam zubereiteten Essen ausklingen zu lassen?

Genießen Sie die Tage an der frischen Luft: Immerhin zählt die Wildschönau zu den schönsten Ski- und Wandergebieten Österreichs, die das ganze Jahr über Saison haben. Egal ob Freizeit- oder Aktivsportler, beide kommen hier voll auf ihre Kosten.

Über 50 Kilometer Wanderwege, die auch im Winter geräumt sind, führen durch das reizvolle Hochtal der Kitzbühler Alpen. 42 Kilometer präparierte Skipisten warten auf Anfänger wie Könner. Dazu kommen noch 30 Kilometer Langlaufloipen.

Betätigungsmöglichkeiten:

Ski alpin, Langlauf, Bergwanderungen, Skitouren, Klettertouren, Mountainbiken.

Sonstiges:

Diese Berghütte ist eine Hütte für Selbstversorger. Bitte organisieren Sie daher in der Gruppe, wie Sie sich verpflegen wollen und denken Sie daran, Ihren Schlafsack oder Ihre Bettwäsche mitzubringen.

Berghütte Wildschönau
Markbachjoch
A-6314 Niederau
Tel.: Liftstation Wildschönau: (0043-5339) 8 21 21

Es sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Hütte inzwischen abgebrannt ist. Mit diesem Unfall hatten wir erfreulicherweise nichts zu tun.

Anreise

Die Anreise zur Hütte erfolgt in Privat-PKW, die Benzinkosten werden von der AH-Kasse erstattet. Da die Hütte selber nur über eine gebührenpflichtige Maustraße (ca. € 20) zu erreichen ist und oben keine offiziellen Parkplätze zur Verfügung stehen, ist für (fast) alle Autos an der Talstation der Bahn zum Markbachjoch Schluss.

Nach Niederau kommt man, indem man ab München über die A8 Richtung Salzburg und ab dem Dreieck Inntal auf der A93 Richtung Kufstein bis nach Kufstein fährt. Wer kein „Pickerl“ besitzt, kann sich diese Anschaffung sparen und fährt ab Kufstein-Süd auf der parallel zur Autobahn führenden Bundesstraße bis nach Wörgl. Von dort geht es ins Tal bis nach Niederau (830m) und dort muss man nur noch die Markbachjochbahn finden. Von München aus sind es 1½ – 2 Stunden bis nach Niederau. Bei schlechten Wetterverhältnissen sind Winterreifen sehr zu empfehlen!

Ein bis zwei Autos werden mit den Lebensmitteln und möglichst viel vom Gepäck über die Mautstraße nach oben fahren. Dort oben befindet sich auch ein Hotel, bei welchem wir die „Transportwagen“ abstellen können. Die Gondelbahn fährt nicht mehr, so dass bei entsprechender Wetterlage die meisten zu Fuß nach oben gehen werden. Falls es jedoch nicht so eine tolle Idee ist, kann natürlich jeder auch per Auto hochfahren. Die kostet jedoch Maut und ist nur mit Winterausrüstung zu empfehlen.

Der Weg von der Autobahn über die Privatstraße zur Hütte geht ab Wörgl-Ost/Kirchbichl wie folgt:

  • B 170 Richtung Kitzbühl: hinter Kirchbichl rechts abbiegen über Brücke ins Brixental.
  • Nach 5,6 km in Hopfgarten unter der Eisenbahnbrücke durch und geradeaus (nicht der Vorfahrt folgen) rechts in die Penningbergstraße Richtung Markbachjoch abbiegen.
  • Nach 10,6 km die 7. Straße rechts abbiegen in den Flecklweg Richtung Markbachjoch.
  • Nach 11,6 km an der Gabelung rechts halten Richtung Markbachjoch.
  • Bis zum Bauernhof, hier muss Maut entrichten werden
  • Weiter der Straße folgen bis Panorama Hotel; dort liegt auch die Hütte.

Ausstattung

Die Hütte ist sehr einfach ausgestattet:

  • Es gibt fließend warmes Wasser, jedoch keine Duschen.
  • Die Schlafstätten sind ausgestattet mit Wolldecke und Kopfkissen.
  • In der Küche ist alles Notwendige vorhanden.
  • Geheizt wird mit einem „Bullerofen“, für welchen Holz vorhanden ist; dies muss aber noch gehackt werden.
  • Putzmittel für die am Sonntag fällige Endreinigung stehen vor Ort zur Verfügung.

Daher ist folgendes unbedingt mitzubringen:

  • Schlafsack oder Bettzeug
  • Handtuch
  • Feste Wanderschuhe
  • Hausschuhe
  • Trinkflasche
  • Wetterfeste und warme Kleidung
  • Taschenlampe
  • Der Sch!-Krug
  • Kuchen für den Nachmittag

Natürlich findet diese Veranstaltung in plenis coloribus statt.

Aktivenfahrt in die Wildschönau

In früheren Semestern fuhr die Verbindung regelmäßig nach Altglashütten im Schwarzwald, um dort in der Hütte der KDStV Falkenstein im CV zu Freiburg ein zünftiges Wochenende zu verbringen. Leider ist diese Tradition vor ein paar Jahren eingeschlafen und aus dem inoffiziellen Münchener Zirkel kam der Vorschlag, sie wieder zu beleben.

1. Nov: Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten

Ziel der Fahrt war Niederau in der Wildschönau bei Wörgl in Österreich. Martina Hecker, Frau von Bbr. AH Jörg Hecker v/o Jöhe, kann dort über Ihren Arbeitgeber eine Hütte am Markbachjoch reservieren. Die Hütte ist einfach eingerichtet und nur über einen mautpflichtigen Weg oder die Seilbahn (nach kurzem Abstieg) zu erreichen. Soweit zur Theorie, denn die Seilbahn befand sich zum Zeitpunkt der Anreise am 01. November 2001 bereits in der Revision und war geschlossen.

Die HVB-HütteAus diesem Grund fuhren nur drei „Gepäckwagen“ die Mautstraße hoch während sich die meisten Hüttenbewohner einem erfahrenen und konditioniertem Bergwanderer, Bbr. Diesel, anschloss. Die Erfahrung bezog sich nach einhelliger Meinung allerdings auf das Bergwandern allgemein, nicht allerdings auf das Markbachjoch im Speziellen. Das hatte einige Umwege zur Folge, so dass die Ortskenntnis der Aktivitas bereits am ersten Nachmittag erheblich erweitert wurde. Mit der Ortkenntnis wuchs auch die Einsicht, dass der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten eine Gerade ist. So wurde schlussendlich diese kurze Verbindung gewählt – eine wagemutige Entscheidung, wenn man die 700 Höhenmeter dieser Geraden berücksichtigt.

Oben angekommen erwartete Bbr. AH Markus Balb v/o Häberle die wanderfreudige Gesellschaft mit dem ersten frischgezapften Pils und einem herrlichen Schweinsbraten. Zusätzlich hatte Bbr. Guido sich durch seine Pfadfindermethoden am Holzofen den neuen Biernamen Heizer verdient.

Über die Stärkung vergaß selbst Bbr. AH Jörg Katzenmaier v/o Jöka schnell die Strapazen des ersten Aufstiegs und alle nahmen die Ankündigung, man stehe am nächsten Morgen gegen 7:00 Uhr auf, erstaunlich gelassen hin. Oder war es doch Erschöpfung? Eher unwahrscheinlich, denn im Laufe des Abends (und der Nacht) ging es noch hoch her. So wurde den Biervorräten entschlossen zu Leibe gerückt und die mitgebrachten Liederbücher erwiesen sich als sehr nützlich.

2. Nov.: Glück auf

Dem Weckruf wurde am nächsten Morgen von Cbr. AH Christian Fischer v/o Crifi militärisch organisiert und es wurde ihm angesichts der aufgehenden Sonne schnell Folge geleistet. Das war bei den Hüttenwochenende im Schwarzwald immer der Termin, welcher die Spreu vom Weizen trennte (der Chronist befand sich meist unter den Langschläfern). Leider konnten wir keine großen Verzögerungen zulassen, da ein Besichtigungstermin im Silberbergwerk Lehenlahn bei Thierbach anstand.

Ein Auto zur Beförderung von Schwangeren und Lebensmitteln war schnell identifiziert, alle anderen strebten mit nur einer Ausnahme per pedes den Parkplatz im Tal an – auf der oben erwähnten Geraden. Angesichts des nächtlichen Frosts und des durch Marathonläufer verschärften Tempos manchmal etwas wagemutiges Unterfangen. Allerdings waren wir dadurch in etwa zeitgleich mich dem über die Mautstrasse fahrenden Auto am Parkplatz. Dort konnte dann die Zeit für einen vergeblichen Versuch genutzt werden, die an Benedikts Auto falsch montierten Winterreifen zu korrigieren.

Nach kurzer Fahrt durch die Wildschönau fanden wir dann pünktlich das alte Silberbergwerk. Dort wurden wir nach dem Bergmannslied „Glück auf“ von einer erfahrenen Führerin durch die teils sehr engen Stollen geleitet und in die Geschichte des 140 Jahren alten Bergwerks eingeweiht. Leider wurden alle nur an Erfahrung reicher, da niemand Edelmetalle oder –steine ergattern konnte. So trieb und das schöne Wetter und die schlechte Luft im Stollen („Flatulenzen des Petrus“) wieder an die Oberfläche und zur Brotzeit in der Jausenstation.

Die Teilnehmer vor dem BergwerkZum späten Nachmittag stellte dann Diesel einen neuen Rekord ein: 700 Höhenmeter in weniger als 40 Minuten – bei seiner Ankunft waren die Lebensmittel aus dem Auto nicht einmal entladen worden. Dem einen war es ein Rekord, dem anderen eine Strapaze; allerdings war niemand langsamer als 1½ Stunden und der Münchener Zirkel zeigte sich positiv überrascht von der sportlichen Aktivitas.

So musste Häberle nach einem zünftigen Abendessen auch sein Programm für den „Wandertag“ umplanen. Zunächst war eine kurze Wanderung zum benachbarten Gipfel geplant, aber die Kondition der Anwesenden machte anspruchsvollere Ziele notwendig. So wurde der höchste Gipfel in der Nähe gesucht und als neues Ziel am kommenden Tag angepeilt.

3. Nov.: Wandertag

Der Morgen zeigte die ersten Verluste: Drei Bundesbrüder befanden sich nach einer langen Nacht in der Rekonvaleszenz und vermieden konsequent jede körperliche Anstrengung. Der Rest zeigte sich durch das abermals herrliche Wetter hoch motiviert und nach dem Frühstück ging es los.

Der Weg erschien angesichts des „normalen“ Heimwegs eher moderat in der Steigung. Dafür wurden wir mit einem herrlichen Bergpanorama und erstklassiger Sicht belohnt. Nach 2½ Stunden war schließlich der Gipfel erreicht und Zeit für die mitgebrachte Brotzeit genommen. Die Infrastruktur der Gegend und die Zwischensaison ließen keinen Raum für eine Einkehr in bewirteten Hütten, aber dafür hatten wir den Berg fast für uns allein.

Bei unserer Rückkehr erwarteten uns dann die daheim gebliebenen bei dem vergeblichen Versuch, das Bier leer zu trinken. Leider waren sie dann auch außerstande, das Abendessen mit den Bundesbrüdern gemeinsam zu sich zu nehmen.

Um die Anstrengungen des Tages mildern, bemühten wir die alte Tradition der Feuerzangenbowle. Hierbei tat sich Bbr. AH Frank Hecker v/o Franz von Hambach hervor, welcher für eine stetige Abnahme der Wein- und Rumvorräte sorgte. Neben der bekannten wohltuenden Wirkung der Feuerzangenbowle auf Körper und Geist wird die immer wieder gerne von Verbindungen als Keilargument verwendet. So gelang es im Verlauf des Abends schließlich, Stefan von Schwarzwald zu überzeugen. Begossen wurde die Unterschrift schließlich mit selbst hergestelltem Schampus: Franz von Hambach benötigte hierzu nur einen Rest Rotwein und den Wassersprudler.

4. Nov: Drogenkontrolle

Der letzte Morgen wurde wegen der langen Keilarbeit etwas ruhiger angegangen als die vorigen Tage. Nachdem die Hütte durch die Hilfe aller nach einem ausgedehnten Frühstück in Rekordzeit wieder auf Vordermann gebracht wurde, ging es erneut auf der oben erwähnten Geraden zum Parkplatz. Warum bis zum Schluss niemand den auf der Karte eingezeichneten Weg zwischen Tal und der Hütte gewählt hat, bleibt bis heute ein Rätsel.

Am Parkplatz angekommen verabschiedeten sich die einzelnen Autobesatzungen voneinander und es trennten sich die Wege in Richtung Karlsruhe, Stuttgart, Aachen, Innsbruck und München. Während die Heimreise für die meisten Dank der geringen Entfernung oder der späten Weiterfahrt von München aus schnell erfolgen konnte, musste die Aktivitas sich den Weg nach Karlsruhe hart erarbeiten. Eine Autobahnsperrung machte alle möglichen Umwege notwendig und verdeutlichte den Sinn von Navigationssystemen.

Erwähnenswert erscheint dem Chronisten, dass ein etwas angeschlagene Golf (er soll Gerüchten zufolge noch TÜV gehabt haben) mit mindestens genauso angeschlagenen Bundesbrüdern darin mitten in der Pampa von einer Polizeistreife gestoppt wurde. Ziel der Untersuchung war zunächst das Fahrzeug, aber die Insassen machten eine interessantere Untersuchung attraktiv: die Suche nach Drogen. Nachdem jedoch erfolglos in den leicht muffig riechenden Wäscheteilen der verdutzten Bundesbrüder gesucht wurde, konnte der Weg ungehindert fortgesetzt werden. Warum allerdings zwischen Bayern und Baden-Württemberg nach Drogenschmugglern gefahndet wird, bleibt bis heute unklar.

Zum Schluss möchte ich allen Beteiligten für dieses herrliche Wochenende danken. Es war eine willkommene Gelegenheit, den Kontakt zur aktuellen Aktivitas unserer Verbindung zu erneuern und die jungen Bundesbrüder kennen zu lernen. Die gute Erfahrung hat dazu geführt, dass die Hütte für das Wochenende über den 1. November 2002 bereits wieder reserviert wurde.

Auf der Hütte Dank des Geschenks an unseren Stammtisch können wir inzwischen auch in bayerischen Gasthäusern die Farben der Verbindung zur Schau stellen. Darüber soll nicht vergessen werden, dass die Münchener Schwarzwälder durch Stuttgart (Jöka), Aachen (Franz von Hambach) und der KDStV Rheno-Franconia (Crifi) tatkräftig und finanziell unterstützt wurden.

joehe

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