Kategorie: Namibia 2012

Ein Jahr lang haben wir geplant, Reiseführer gelesen, Freunde gefragt und das Internet durchforstet, um einen etwas aufwändigen Urlaub zu gestalten: Eine Rundreise durch Namibia. Nachdem Südafrika vor inzwischen mehr als 10 Jahren ein Höhepunkt an Urlaub war und unsere Tochter inzwischen groß genug für eine solche Reise ist (10 Jahre während der Reise), flogen wir mit einer befreundeten Familie für ca. 3 Wochen nach Süden.

Die Reiseroute soll uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Namibias führen, aber auch für Kinder geeignet sein. Daher erfolgt die Planung unter folgenden Rahmenbedingungen:
Keine Tagesreise mit mehr als 300 km. Da die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit in Namibia deutlich unter dem europäischen Standard liegt, wird hierdurch die tägliche Reisedauer auf max. 5 Stunden begrenzt.
Mindestens zwei Übernachtungen pro Aufenthaltsort. Mit Kindern sollte man nicht täglich den Wohnort wechseln, so dass man eher ein paar Tage länger an einem Ort bleibt und von dort Ausflüge unternimmt.

Unsere Route deckt viele der Sehenswürdigkeiten im Norden bis runter zum Sossusvlei ab. Eine weitere Fahrt südlich ist nicht sinnvoll, da für die südlichen Attraktionen im Verhältnis sehr lange Strecken zurück gelegt werden müssen. Ähnliches gilt für den Caprivi-Zipfel, welchen wir uns ebenfalls für ein anderes Mal aufsparen.

Die Auswahl der Unterkünfte ist durch einige Parameter eingegrenzt: Kinderfreundlichkeit, Lage in der Nähe der Sehenswürdigkeiten, Vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis und Klima – im namibischen Winter ist eine Zeltunterkunft keine gute Idee.

Auf diesem Weg nochmal herzlichen Dank an unsere Berater Markus, Eva & Klaus, Steffen und die vielen aktiven Mitglieder im Namibia-Forum.

Auto

In Namibia ist es normal kein Problem die geteerten Straßen und Schotterstrecken mit einem PKW zu befahren. Richtig nötig wird ein Allrad erst, wenn man in den Norden ins Kaokoveld, Kaudom National Park oder einige andere einsamere Gebiete fahren möchte. Für das Sossusvlei selber benötigt man nur für die letzten 5 km ein Allradfahrzeug, dort gibt es aber auch einen Parkplatz für die PKW Fahrer, die es auf keinen Fall schaffen würden, aber auch für die Allradfahrer, die es sich nicht zutrauen, durch den Tiefsand zu fahren. Vom Parkplatz aus gibt es dann einen Shuttleservice, der einen sicher ins Sossusvlei bringt.

Für ein Allradfahrzeug spricht der Fahrkomfort und die Sicherheit, sich nicht festzufahren oder mit dem Fahrzeugboden aufzusetzen. Ferner ist das Fotografieren aus einem hohen Fahrzeug, vor allem in den Wildparks besser als aus einem kleinen Fahrzeug. Für mehr als 2 Personen muss man ein sog. „Double-Cab“ Fahrzeug buchen, da ein „Single-Cab“ Auto nur Platz für Fahrer und Beifahrer bietet.

Das Thema Autoversicherung ist in Namibia aus deutscher Sicht kritisch, da keine generelle Versicherungspflicht herrscht. Aus diesem Grund bieten die Autovermieter mehr oder weniger sinnvolle Zusatzversicherungen an, welche den Selbstbehalt heruntersetzen oder generell Schäden abdecken. Fast nie werden hierbei Reifen- oder Glasschäden abgesichert, da diese mit recht hoher Wahrscheinlichkeit eintreten. Allerdings sind die Kosten hierfür auch erheblich niedriger als in Europa.

Wir haben uns für die die Savanna Autovermietung entschieden, wo auch Frühbucher- und Kilometerrabatt gewährt wird. Die Preise liegen bei ca. EUR 90 pro Tag. Wir nutzen auch die Möglichkeit einer Selbstbehalt-Versicherung über die Lufthansa Miles&More Kreditkarte Gold Business. Die Jahresgebühr hat man schnell durch die Ersparnis lokaler Versicherungen drin. Versichert werden allerdings generell keine Camper und Reifenschäden sind auch ausgeschlossen.

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