16. Tag (So., 2.9.): Grootfontein – Mount Etjo (320km)

Bevor wir die Tigerquelle verlassen können, wollen wir noch Geld zum Bezahlen holen. Auch hier schlägt der Monatsanfang zu, denn die farbigen Arbeiter holen üblicherweise kleine Beträge ab und damit Banknoten mit niedrigem Wert. Daher werden die Automaten auch damit bestückt und große Banknoten sind nicht verfügbar. Leider kann man aber nur 40 Scheine aus der Maschine bekommen und daher können wir nur sehr geringe Beträge bis NAM 400 (ca. EUR 40) holen. Am Ende können wir dennoch zahlen, entweder in Euro oder auch später in Deutschland per Überweisung.

Lok in OtjiwarongoDie Fahrt führt uns über Otavi und Otjiwarongo, wo wir noch am Bahnhof einen Geocache finden und anschließend ein Picknick machen. Weiter geht es über die geteerte B1 bis wir in Richtung Erongo Gebirge auf eine Schotterpiste einbiegen. Nach weiteren 40 km erreichen wir die Zufahrt zur Mount Etjo Safari Lodge, unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Auf dem Gelände der heutigen Lodge wurden die Verhandlungen zur Unabhängigkeit Namibias geführt und der Film „Hatari“ entstand hier mit Hilfe des Besitzers. Hierzu gibt es ein kleines Museum auf dem sehr gepflegten Gelände und wir genießen es, mit zwei namibischen Familien allein in der 54 Betten-Lodge zu sein. Es gibt ein schönes Wasserloch, an welchem wir den Sundowner nehmen, einen Teich, an welchem die Flamingos sich erfreuen, und eine Lapa, wo wir zunächst alle am Lagerfeuer zusammen kommen und dann zu Abend essen. Es gibt eine große Auswahl an Beilagen und Fleisch, z.B. Elandwurst, Impalabraten und Oryxsteaks. Namibia ist definitiv nichts für Vegetarier.

Nach dem Abendessen fahren wir mit einem Ranger zur Löwenfütterung. Diese findet etwas außerhalb statt und wir sitzen in einer Art Kellergang mit Sehschlitzen auf die Futterstelle. Hier wurde ein Kadaver einer Giraffe festgekettet, welcher nach Löschen des Lichts im Gang freigelegt wird. Sofort kommt eine große Löwenfamilie mit einem Männchen, drei Löwinnen und vielen Jungtieren aus dem Dunkeln zur beleuchteten Futterstelle. Wir beobachten fasziniert das Ritual, wobei heftig um die besten Stücke gekämpft wird. Hierbei wird die Rollenverteilung und Hierarchie schnell erkennbar, denn das Männchen spielt den Chef, die Weibchen wechseln sich ab und sichern das Mahl nach außen und die Jungtiere schließlich raufen um die übrigen Stücke. All das findet zwar in künstlicher Umgebung statt, aber direkt vor unseren Augen und wir können es aus nächster Nähe beobachten und fotografieren.

Wetter

Wetterlage während des Aufenthalts: sonnig.

Unterkunft

Mount Etjo Safari Lodge
Kontakt Homepage http://mount-etjo.com
E-Mail mount.etjo@iway.na
Telefon +264 67 290 173/4
FAX +264 67 290 172

Bewertung: Die Lodge bietet jeden Komfort, welchen man sich in Namibia wünschen kann. Allerdings handelt es sich um eine große Anlage, so dass auch mit Busgruppen gerechnet werden muss. Als Individualtouristen kann dies schnell anstrengend werden. Ansonsten kann man viele Aktivitäten vor Ort buchen und sowohl der Service als auch das Essen sind sehr in Ordnung. In unserem großen Zimmer hat es allerdings streng nach einem Holzschutzmittel gerochen und die Doppelbetten sind für zwei Personen zu weich: Man trifft sich immer in der Mitte unter der gemeinsamen Bettdecke..

1 (mangelhaft) – 5 (sehr gut)
Service 4
Preis-Leistungs-Verhältnis 2
Schlafqualität 2
Sauberkeit 4
Lage 4
Zimmer 4
Pool 4

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joehe

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